Bali / The Gilis

Beitrag von Julia

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Eine tolle indonesische Insel nordwestlich von Australien im Indischen Ozean.

Bali ist die lange Reise wert. Du steigst aus dem Flieger und bist in einer anderen Welt. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, ĂŒberall auf der ganzen Insel riecht es nach RĂ€ucherstĂ€bchen und manchmal springen dir auch Affen auf den FrĂŒhstĂŒckstisch und kreuzen deinen Weg.

Kuta

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  • Kuta

Kuta liegt sĂŒdlich von der Hauptstadt Denpasar, dort wo der Flughafen ist, und war unsere erste Anlaufstelle. Wir hatten vorab eine Übernachtung gebucht um nach dem langen Flug zu wissen wo wir hin mĂŒssen und duschen können (das sollte bei jeder Reise so sein, immer Übernachtungen rund um die FlĂŒge buchen). Am Flughafen wurden wir fast ĂŒberrannt von MĂ€nnern die zu irgendwelchen Shuttlebussen gehörten und die GĂ€ste zu den Hotelketten fahren wollten. Wir waren recht schockiert wie krass der Tourismus auf dieser kleinen Insel ist. Wir wussten das Bali ein beliebtes Ziel ist aber diese Menschenmasse hatten wir nicht erwartet.

Wir haben uns ein privates Taxi gesucht und dann ging es los – ab nach Kuta. Eine etwas ĂŒberfĂŒllte Stadt mit einer großen GerĂ€uschkulisse und viel Trubel. Unser Hotel war ok und bezahlbar und es gab am nĂ€chsten Morgen FrĂŒhstĂŒck. Man sollte allerdings wissen, dass es in Indonesien sehr viel Reis und Nudeln gibt und das zu jeder Tageszeit. Es heißt also morgens um acht schon – Guten Appetit Nasi oder Bami Goreng!

Ubud

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Unsere Reise ging weiter nach Ubud, eine Stadt im Landesinneren. In unserem ReisefĂŒhrer stand etwas von einem kleinen KĂŒnstlerdorf, das war mal so aber jetzt ist es eine Stadt. Ubud hat uns dennoch sehr gut gefallen und hat einen tollen Flair. Wir ĂŒbernachteten in einem traumhaften 5 * Hotel, ja auch mit Rucksack kann man Luxus erleben. Das Mansion Bali ist absolut empfehlenswert und hat einen tollen Service. Viele Pools mit bequemen Liegen, Palmen und einfach dieses typisch balinesische Feeling mit unzĂ€hligen TĂŒmpeln und riesigen Seerosen. Am ersten Tag kam uns in den Sinn zu Fuß in die Stadt zu laufen um einen ATM aufzusuchen (die Beschreibung hörte sich wirklich leicht an) wir verliefen uns aber total und waren Stunden unterwegs. Einen Vorteil hatte es, wir haben unheimlich viel gesehen und auch die kleinen Seitenstraßen angeschaut und nach diesem Ausflug konnten wir den wilden Verkehr der Insel auf jeden Fall einschĂ€tzen. Ein kleiner Exkurs: auf Bali herrscht Linksverkehr und Verkehrsregeln gibt es nicht wirklich. Auf einem Roller kann man durchaus auch mit 4 Leuten sitzen und man kann einen „RollerfĂŒhrerschein“ anscheinend auch schon mit 10 Jahren erwerben. Wir haben uns keinen Roller gemietet aber ich habe nur gute Erfahrungen von Freunden gehört, man passt sich dem Verkehr eben an und passt ordentlich auf.

Monkeyforest

Wir waren begeistert! Wobei es sich wirklich um eine touristische Attraktion handelt. Die Affen laufen frei herum und werden dort auch regelmĂ€ĂŸig mit Bananen usw. gefĂŒttert. Auf Kamera, Handy, Sonnenbrille usw. muss man allerdings gut aufpassen! die Affen sind so schnell und geschickt und ruckzuck kann dann auch mal das Handy gezockt und weg sein. Zigaretten sollten keineswegs (sollten sie eh nie egal wo) planlos auf den Boden geworfen werden, die kleinen Affen wissen genau wie sie eine Zigarette rauchen mĂŒssen. Ich dachte vorher auch sowas gibt es nur im Film.

Direkt vom Monkeyforest gelangt man in eine tolle Einkaufsstraße (in der wahrscheinlich alles etwas teurer ist weil dort viele Touris unterwegs sind) aber da findet man dann eben auch diese Teile die Touris gerne kaufen. Typische Bali-Hosen, Souvenirs, Sarongs, Schmuck, Postkarten, Wechselstuben usw.

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Next Stop -> The Gilis

Gili Trawangan

Noch nie haben wir so coole kleine Inseln kennengelernt wie die Gili Inseln. Wer nach Bali fliegt oder Lombok oder was auch immer in der NĂ€he ist, sollte die Gilis besuchen. In dem Hotel in Ubud haben wir einen Transfer bis zum Ableger gebucht und auch die Überfahrt auf die Gilis. Die Schnellboote sind sehr voll und gefragt. Man kann auch mit einer lokalen FĂ€hre fahren aber dies dauert um einiges lĂ€nger, ist aber gĂŒnstiger. Da wir nur eine gewisse Anzahl an Urlaubstagen hatten, entschieden wir uns von vornherein fĂŒr das Fastboat. Es ging mir so schlecht!. Nach der lĂ€ngeren, holprigen Fahrt mit dem Auto ging es schließlich auf das volle Boot und schon nach kurzer Zeit war ich grĂŒn im Gesicht. Wir saßen innen, das Boot peitscht so dermaßen ĂŒber- und in die Wellen das man absolut durchgeschĂŒttelt wird und das Boot war kaputt und es roch fĂŒrchterlich nach Diesel im Innenraum (unser GepĂ€ck roch tagelang danach). Die oben auf dem Deck saßen wurden klitsch nass und mussten sich ordentlich festhalten. Andere Backpacker boten mir Reisetabletten an (wir hatten natĂŒrlich auch welche, denn ich lege sehr viel Wert auf eine gut gefĂŒllte Reiseapotheke. Die waren aber natĂŒrlich im Backpack in irgendeinem Lagerfach). Endlich angekommen mussten wir dann vom Boot in das tĂŒrkise Wasser springen und hatten endlich wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen. Dennis wartete auf unsere Backpacks die er dann an Land schleppte und wir machten uns tierisch lustig ĂŒber diese ganzen Touris die ihre Koffer durch den Sand zerrten.

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  • Ankunft auf Gili Trawangan

Zu Fuß ging es zu unserem Hostel. Wir fĂŒhlten uns dort aber nicht wirklich wohl und mieteten zwei klapprige FahrrĂ€der fĂŒr umgerechnet ca. einen Euro. Wir fuhren jedes Hotel auf Gili Trawangan an und fragten nach einem Zimmer. Absolut wichtig: bucht vorab oder findet euch mit dem ab was zu kriegen ist! Die gesamte Insel war ausgebucht und das aller, allerletzte Hotel hatte dann nur noch ein ĂŒberteuertes Zimmer fĂŒr uns. Egal, die Anlage war toll also hinterlegten wir unsere PĂ€sse und holten unsere RucksĂ€cke aus dem anderen Hostel. Per Eselskarren ging es dann zurĂŒck. Autos gibt es auf den Gilis nicht und Polizei auch nicht. Wirklich cool! Wir genossen unsere Zeit am Strand, beobachteten die Einheimischen die bei Ebbe im Riff nach Krebsen suchten und genossen die Abende in der Sunsetbar mit wunderschönen SonnenuntergĂ€ngen.

Gili Meno

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  • FrĂŒchte am Strand von Gili Meno

Da unsere Unterkunft nur fĂŒr wenige NĂ€chte frei war, entschlossen wir uns spontan fĂŒr einen weiteren Stop auf Gili Meno – eine gute Entscheidung.

Wobei Gili Trawangan sehr voll und partymĂ€ĂŸig ist, ist Gili Meno ruhig und erholsam. Es gibt einige Restaurants und tolle StrĂ€nde. Wir nahmen genug Bargeld mit aber wie auf Trawangan gibt es auch auf Meno einen ATM. Wir mieteten einen tollen, sauberen Bungalow mit super FrĂŒhstĂŒck und waren sehr zufrieden unsere Unterkunft hieß Meno Smile Cottages.

Allgemeine Informationen zu den Gili Inseln: Der GrĂ¶ĂŸe nach geordnet Trawangan, Meno und Air. Auf Trawangan gibt es nachts viel Party, wird nach Mushrooms gefragt und es wird einem nicht langweilig. Auf Gili Meno gibt es Restaurants und sonst nicht so viel. Auf Gili Air waren wir nicht aber die gilt als die Honeymoon Insel mit viel Entspannung.

Die Inseln sind mit dem Boot oder Wasserflugzeug zu erreichen, wobei man zur grĂ¶ĂŸten Insel kommt und dann mit kleinen Booten zu den anderen Inseln ĂŒbersetzen muss. Die Boote stinken unheimlich nach Diesel. MĂŒll: es gibt kein MĂŒllentsorgungssystem (genau wie auf Bali) die Bewohner sind aufgefordert ihren MĂŒll selbst zu verbrennen. Der MĂŒll wird natĂŒrlich erst einmal ĂŒberall gelagert und viel landet im Meer und ĂŒberall in der Natur. Möchtest du am Strand entspannen musst du dir ersteinmal Platz schaffen zwischen Flaschen, TĂŒten, Joghurtbechern und all dem Kram der da rumliegt. Es ist so dermaßen traurig und schrecklich und obwohl wir es alle besser wissen sollten, haben wir tatsĂ€chlich Touristen beobachtet die ihren MĂŒll dann auch einfach liegen lassen. Naja wo es schon dreckig ist, ist es ja egal… so eine Einstellung verabscheuen wir und das mache ich bei Beobachtung auch deutlich. An bestimmten Tagen sammeln sich aber dort auch umweltbewusste Menschen und sammeln den MĂŒll am Strand zusammen, das muss wirklich jede Woche gemacht werden und am besten tĂ€glich! Es herrscht in diesen Regionen der Welt einfach mangelnde AufklĂ€rung und in den nĂ€chsten Jahren muss sich dort noch sehr, sehr viel verĂ€ndern. So brettern die Einheimischen dort mit ihren KĂ€hnen auch ĂŒber die Riffe und ĂŒberall werden Korallen angespĂŒlt, dies liegt auch daran, dass bis vor einigen Jahren dort noch mit Dynamit gefischt wurde.

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Nusa Dua – Bali

Nie wieder! Zum Abschluss unserer Reise waren wir in Nusa Dua. Absolut nicht empfehlenswert. Das ist nicht Bali! In Nusa Dua gibt es BĂŒrgersteige, bepflanzte Blumenbeete, MĂŒlleimer, eine kleine Shoppingmeile und viele Restaurants. Die beiden letzteren gehören alle einer Kette an und haben so ziemlich dieselben Preise. Einheimische haben dort keinen Zutritt. Außer Personal und Touristen kommt da keiner rein. Autos werden mit Spiegeln von unten kontrolliert und im Großen und Ganzen ist alles ziemlich ordentlich und gepflegt. (Auf der restlichen Insel gibt es wie gesagt keine MĂŒllabfuhr, kaum befestigte Straßen usw.) In Nusa Dua ist es so wie es die meisten Touristen haben wollen. Man kann somit sagen man war schon einmal auf Bali und hat dort weder seine Komfortzone verlassen oder auch nur ein bisschen von Land und Leuten kennengelernt. FĂŒr viel Geld gibt es also auch da nahezu europĂ€ischen Standard.

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  • Katze auf einer Kaffeeplantage – aus ihr kommt der teuerste Kaffee der Welt

Absolut zu empfehlen ist eine Tagestour mit I Wayan Juliana. Den Kontakt habe ich bereits im Internet aus Deutschland gefunden und eine Tour zu einem festen Termin  und Preis gebucht. Vor Ort schrieb ich eine kurze Email in welchem Hotel wir sind und dann wurden wir dort abgeholt und abends wieder abgesetzt. Wir waren 8 Stunden unterwegs und haben unglaublich viel gesehen und erlebt. I Wayan ist Balinese, hat deutsch studiert und spricht sehr gut deutsch. Er kennt jede Ecke der Insel und bietet auch interessante KĂŒbelwagentouren mit einem VW an. Seine Kontaktdaten findet man bei Facebook oder auf seiner Webseite http://www.bali-erlebnistour.com. Es empfiehlt sich frĂŒh genug anzufragen, seine Touren sind beliebt und in den Sommermonaten ist er oft ausgebucht.

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  • Tempel auf Bali

Unser Fazit

Bali ist eine wunderschöne Insel und mit jedem Budget bekommt man dort eine Menge fĂŒr sein Geld. Die Balinesen verstehen sehr viel von Service und vor allem von Wellness. Als EuropĂ€er ist es sehr gewöhnungsbedĂŒrftig und interessant. Die Religion wird auf Bali sehr stark gelebt und ist ĂŒberall zu finden. MĂŒll sollten EuropĂ€er wieder mit nach Hause nehmen und auch die z.B. leeren Shampoo Flaschen nicht im Hotel lassen, es gibt dort kein Entsorgungssystem.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tobias sagt:

    Moin,

    Bali muss wirklich wie in einer anderen Welt sein. Ich möchte dort auch so gerne einmal hin! Danke fĂŒr die tollen EindrĂŒcke.

    Beste GrĂŒĂŸe

    Tobias

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    1. Gerne Tobias, Bali lohnt sich ungemein – man wird dort ĂŒberschlagen von den EindrĂŒcken an jeder Ecke. Viel Erfolg fĂŒr deine Bali-Reiseplanung in Zukunft. LG Christian

      GefÀllt mir

  2. Wart ihr schon mal bei diesem Riesenschaukel?

    GefÀllt 1 Person

    1. Die Schaukel steht in Ubud! Dort waren wir, lohnt sich sehr!

      GefÀllt mir

  3. Werner sagt:

    War im Oktober zum zweiten Mal (nach 1994) in Bali, hatte damals schon gesagt hier muss ich nochmal her, und habe es nicht bereut. Es wird wohl noch ein drittes Mal geben, es wird aber sicher nicht wieder 23 Jahre dauern.

    GefÀllt 1 Person

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